
S H O W S
III. NEW BEGINNINGS
Vernissage am Freitag, den 31.07.26 - 18:00
Dauer: 31.07. - 26.09.26
'New Beginnings' ist nicht zwingend zu verstehen als Neuanfang. Vielmehr soll es, anknüpfend an die erste Ausstellung 'dass sie einander nicht verstehen', um eine Fortführung und Weiterentwicklung des Galerieprogramms gehen. Im vergangen Dreivierteljahr seit der Neueröffnung ist die Galerie Babel zu einem sehr persönlichen Ort geworden und dadurch eher zu einer Begegnungstätte für Menschen & Kunst - it's not just a shop, you know?
Kunst kann sowohl in der Gesellschaft ie auch im Privatleben einen starken Einfluss haben. Kunstwerke sind oft ein Ort der Ruhe und Selbstreflexion, sie können uns und unsere Umwelt aber auch ebenso hinterfragen und dadurch neue Gedanken- und Handlungsräume eröffnen, an & in denen wir wachsen können. Dabei sind es nicht nur transportierte Bildinhalte oder die konkreten Ideen der Kunstschaffenden. Ebenso können es Materialien & Formen oder geschichtliche Kontexte sein, die unser Interesse wecken und dadurch den Dialog eröffnen. In der Ausstellung 'New Beginnings' werden daher erneut verschiedenste Positionen der Klassischen Moderne sowie der Zeitgenössischen Kunst gezeigt, welche dieses Potenzial besitzen.
Besonders freuen wir uns, dass die Künstlerin Tanja Röser mit ihren Zeichnungen und Drucken ab sofort in unserem Galerieprogramm vertreten ist.
Mit Werken von / with works by Ernst Barlach, Heinrich Hoerle, Karin Kneffel, Jupp Koulen, Hein Minkenberg, Callan Ponsford, Tanja Röser, Katharina Stangler & Keramik von Christine Atmer de Reig, Horst Kerstan, Monika Maetzel, Sabine Schneider-Pungs, Margarete Schott
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"New Beginnings" shouldn't necessarily be understood as a fresh start. Rather, building on the first exhibition, "that they don't understand each other," it is intended to be a continuation and further development of the gallery's program. In the past nine months since its reopening, Galerie Babel has become a very personal space and, as a result, more of a meeting place for people and art - it's not just a shop, you know?
Art can have a powerful influence both in society and in our private lives. Works of art are often a place of tranquility and self-reflection, but they can also prompt us to question ourselves and our environment, thereby opening up new spaces for thought and action in which we can grow. It is not just the visual content conveyed or the specific ideas of the artists that matter here. Likewise, it can be materials and forms - or historical contexts - that spark our interest and thereby open up a dialogue. The exhibition “New Beginnings” therefore once again showcases a wide variety of works from both modern and contemporary art that possess this potential.
We are particularly pleased that artist Tanja Röser is now represented in our gallery program with her drawings and prints.
II. Manifold - Callan Ponsford
Vernissage 27.02.2026 - 18:00
„Manifold“, zu deutsch Mannigfaltigkeit, verweist auf die Vielartigkeit der gezeigten Werke und Sujets. Der kanadische Künstler Callan Ponsford (geb. 1994) thematisiert zwischenmenschliche Beziehungen ebenso wie den Blick nach innen und spielt dabei mit sich überschneidenden Erzählsträngen, Perspektiven und fantastisch anmutenden Licht- und Farbräumen. Gesellschaft, Sexualität, Emotion - nicht der Mensch steht im Fokus, sondern dessen Verhältnis zur Umwelt. Den Betrachtenden werden keine eindeutige Bildinhalte vorgegeben, es werden vielmehr Stimmungen bzw. Gefühle vermittelt.
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“Manifold” refers to the diversity of the works and subjects on display. Canadian artist Callan Ponsford (born 1994) explores interpersonal relationships as well as introspection, playing with overlapping narrative strands, perspectives, and fantastical spaces of light and color. Society, sexuality, emotion - the focus is not on the individual, but on their relationship to their environment. Viewers are not presented with clear-cut narratives, but rather with moods and feelings.


I. dass sie einander nicht verstehen
Der Titel "dass sie einander nicht verstehen" bezieht sich direkt auf die kleine aber umso bekanntere Passage im Alten Testament (11.1-9), in der Gott die Menschen mit unterschiedlichen Sprachen 'bestraft', sie somit über die gesamte Welt verteilt und den Turmbau, das Streben zum Himmel, beendet. Was im Christentum negativ gedeutet wird, steckt objektiv betrachtet voller Potenzial: ein Streben nach etwas, das über die bloße menschliche Existenz hinausweist; eine Vielfalt von Sprachen & Ausdrucksformen, jedoch mit den gleichen Zielen.
Nicht zuletzt stellt der Titelsatz aus seinem eigentlichen Kontext gelöst auch auf das Heute bezogen die Frage: Warum? Oder vielmehr: Warum nicht?
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The title “that they do not understand each other” refers directly to the small but well-known passage in the Old Testament (11:1-9) in which God “punishes” people with different languages, thus scattering them across the globe and putting an end to the construction of the tower, the quest to reach heaven. What is interpreted negatively in Christianity is, objectively speaking, full of potential: a striving for something that transcends mere human existence; a diversity of languages and forms of expression, but with the same goals.
Last but not least, taken out of its actual context, the title sentence also raises the question in relation to today: Why? Or rather: Why not?
Mit Werken von Jussuf Abbo, Georg Baselitz, Wilma Bosland, Miriam Cahn, Otto Freundlich, Leiko Ikemura, Moissey Kogan, Heinz Mack, Hein Minkenberg, Petar Pallavicini, Katharina Stangler und Christoph Voll.






